Wirtschaftsinformatik

Das Wirtschaftsinformatikstudium integriert die Wissensgebiete Wirtschaft und Informatik im Hinblick auf den Gegenstandsbereich der Informationssysteme und der Informationsinfrastruktur in Wirtschaft und Verwaltung. Die Ausbildung hat drei tragende Säulen, die gleichstark im Studienprogramm vertreten sind: erstens die Wirtschaftswissenschaften, zweitens die Informatik und drittens die Wirtschaftsinformatik im engeren Sinn, die die Verbindung zwischen den anderen Säulen herstellt. Weiter spielen u. a. die Mathematik, die Unternehmensforschung und die Rechtswissenschaft eine wichtige Rolle.
Es werden Absolventen ausgebildet, die neben allgemeinen und speziellen wirtschaftlichen Kenntnissen ein fundiertes Informatik-Know how besitzen und in der Lage sind, Informationssysteme zu entwickeln, produktiv einsetzbar zu machen sowie Information und Kommunikation als "Produktionsfaktor" zu erkennen und durch ein entsprechendes "Informationsmanagement" wirksam werden zu lassen.

Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 9 Semester
Abschluss: Diplom-Wirtschaftsinformatiker/in (Dipl.-Wirt.-Inf.)
Studienbeginn: in der Regel Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten
Aufgrund der starken Ausbreitung der Informations- und Kommunikationssysteme in Wirtschaft und Verwaltung haben Wirtschaftsinformatiker sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Neben den Kerntätigkeiten - Planung, Dokumentation und Einführung von Hard- und Software - erfolgt der Einsatz vor allem als Fachmann zur Vermittlung zwischen Computerspezialisten und Systemanwendern. Der Einsatz ist daher nicht auf die Informationsverarbeitungsabteilung beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf betriebswirtschaftlich orientierten Fachabteilungen.

Der Einsatz ist in mittelständischen Unternehmen, Großunternehmen und internationalen Konzernen unterschiedlicher Branchen wie Industrie, Handel, Banken, Dienstleistungs-, Beratungs- und Softwareunternehmen sowie in öffentlichen Einrichtungen und staatlichen Verwaltungen möglich. Aufgrund des auch länderübergreifend hohen Bedarfes an Personal mit technischem und betriebswirtschaftlichen Wissen bestehen gute Möglichkeiten für eine Tätigkeit mit Auslandsbezug.
Aufgabenbereiche sind z.B.:

  • Systemanalyse/Organisationsentwicklung, d.h.
    Schaffung von neuen und Wartung bestehender Informationssysteme sowie entsprechender organisatorischer Strukturen in den Unternehmen, z.B. Interneteinsatz für das Supply-Chain-Management (Aufbau und Verwaltung integrierter Logistikketten) und das Customer-Relationship-Management (Kundenneugewinnung und -bindung)

  • Informationsmanagement und -controlling, d.h.
    Schaffung und Aufrechterhaltung einer wirksamen und wirtschaftlichen Informationsversorgung in den Unternehmen und Verwaltungen, z.B. Einsatz von Data Warehouse und Executive Information Systems

  • Informationstechnologiemanagement, d.h.
    Tätigkeiten, die sich mit dem Einsatz und der Nutzung von Hard- und Softwaretechnologie befassen, z.B. Einsatz von Datenbanken, lokalen Netzen, Internet-Technologien und Systemen für das mobile Computing

  • Beratung/Schulung, d.h.
    Unternehmensinterne bzw. -externe Beratung bezüglich Informationsbedarf und Informationssystemeinsatz, Schulung von Mitarbeitern, z.B. bei der Einführung betrieblicher Standardsoftware

  • Leitungsfunktionen, d.h.
    Leitungspositionen in Unternehmen oder Unternehmensbereichen der Informationsverarbeitung, z.B. als Chief Information Officer (CIO), Informationsmanager oder Projektleiter